Conny Bauer, legendärer Posaunist und einflussreiche Koryphäe des DDR-Jazz, spielt am 27.10.2026 in der Erfurter Kaufmannskirche mit dem jungen Berliner Pianisten Louis Rastig im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Jazz hinterm Eisernen Vorhang“.
Eine lange Geschichte verbindet Conny Bauer mit der sich ständig im Wandel befindenden Berliner Improvisationsszene. Im Duo mit Louis Rastig erfährt diese Verbindung eine neue, zeitgemäße Dimension. Mit ihrer unvergleichlichen Sensibilität für Dynamik und Dramaturgie schaffen die beiden Musiker Klangwelten in Echtzeit, die sich im Sinne der „Creative Music“ innovativ zwischen der Tradition des Avantgarde-Jazz und der Ästhetik der zeitgenössischen Kunstmusik bewegen. Das Konzert wird zu einem musikalischen Begegnungsort zwischen Posaune und Klavier.

Foto: Beate Nelken
Was ist das Projekt „Jazz hinterm Eisernen Vorhang“?
Am 5. März 1946 sprach Winston Churchill in seiner Rede „Sinews of Peace“ von einem eisernen Vorhang, der sich über Mittel- und Osteuropa senkte und die kommunistischen Länder Europas vom Westen trennte. Diese Trennung hatte dramatische Auswirkungen auf die Musikkultur und die kulturellen und persönlichen Kontakte, die unter Musiker/-innen möglich waren. Anlässlich des 80. Jahrestags seiner berühmten Rede untersucht das Projekt „Jazz hinter dem Eisernen Vorhang“ aus einer vergleichenden Perspektive die unterschiedlichen Beziehungen, die das Leben und Wirken der Jazzmusiker/-innen in der DDR, der Tschechoslowakei und Polen prägten. Jazzmusiker/-innen werden zu einem Konzert nach Erfurt eingeladen und sollen auch über ihre Erfahrungen mit dem Musikschaffen im Staatssozialismus sprechen.
Conny Bauer und Louis Rastig: am 27.102026 um 19.30 Uhr in der Kaufmannskirche Erfurt, Anger 80.
Text: PM Erfurt Jazz Project







































