Am Sonntag ist es wieder soweit: Die Sendehalle Weimar öffnet ab 10 Uhr für den Tag des offenen Denkmals. Im vergangenen Jahr besuchten über 1.500 Menschen das denkmalgeschützte Bauwerk.
Die Sendehalle Weimar steht für 90 Jahre deutsche Geschichte: 1937 als nationalsozialistische „Nietzsche-Gedächtnishalle“ unter Hitler erbaut – jedoch nie eingeweiht –, später über fünf Jahrzehnte zentrale Rundfunkanstalt der DDR und nach 1989 bis zur Jahrtausendwende Landesfunkhaus des MDR. Danach drohte der Ort zu verfallen. Doch jetzt wird Geschichte neu geschrieben. Mit der 2023 gegründeten Stiftung Sendehalle Weimar wird die Sendehalle zu einem bundesweit einmaligen Campus der Zukunft für Geschichte, demokratische Bildung und Kreativität im Herzen Europas. Zugleich startet mit der Generalsanierung ein europaweit wegweisendes Pilotprojekt für eine hoch autarke energetische Versorgung eines historischen Einzeldenkmals.

Foto: Martin Kaufmann
Passend zum diesjährigen Motto der Stiftung Deutscher Denkmalsschutz ist die Sendehalle bereits als „Dritter Ort“ in Gebrauch. Die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten bieten, schon vor der eigentlichen Sanierung, Kunst, Kultur und Dialog ein passendes Forum. Die Stiftung Sendehalle bezieht dafür die Stadt, den Stadtteil und viele Ehrenamtliche mit ein, die ein Netzwerk für den Erhalt des Gebäudes bilden. Als Stadtteil-Treffpunkt bietet sie ein regelmässiges Forum für tagesaktuelle Themen. Gemeinnützige Vereine und die lokalen Universitäten entdecken die Sendehalle als Location für Präsentationen, Lesungen und Benefizveranstaltungen.
Das Programm der Sendehalle Weimar zum Tag der offenen Tür
- 10:00 Uhr – Führung: „80 Jahre deutscher Rundfunk – der Sender Weimar“
- 12:00 Uhr – Führung: „Vom nationalsozialistischen Weihekloster zum russischen Techno Tempel – 90 Jahre deutsche Geschichte“
- 14:00 Uhr- Vortrag und Führung: „Der Sender Weimar – Sendesaal 1 – die Geschichte des Rundfunkgebäudes | Mit dabei waren damals u.a. die Staatskapelle Weimar, Herbert Roth, Dieter Thomas Heck und kürzlich das Thüringer Bach Collegium“
- 16:00 Uhr – Vortrag: „Von den kleinsten Details zum Gesamtbild: Einblicke in die Bauforschung an der Nietzsche-Gedächtnishalle in Weimar“
- 18:00 Uhr- Abschlusskonzert: „Sie hätte singen sollen, diese Seele“ – Lieder-Kompositionen von Friedrich Nietzsche, interpretiert von Silvia Heyder (Klavier) und Julia Preußler (Gesang)
Tag des offenen Denkmals in der Sendehalle Weimar: am 13. September 2026 ab 10 Uhr in der Sendehalle, Humboldtstraße 36a, Weimar. Weitere Informationen sind zu finden unter www.sendehalle.de!
Text: PM Kranz PR








































