Am 18. März 2026 liest Peggy Mädler im Rahmen der Erfurter Frühlingslese im Kultur: Haus Dacheröden aus ihrem neuen Roman „Selbstregulierung des Herzens“. Gleich nach seinem Erscheinen Mitte Februar diesen Jahres hat der Roman schon zahlreiche Leser:innen begeistert und euphorische Stimmen auf den Plan gerufen.
„Selbstregulierung des Herzens“ entfaltet ein vielfältiges Panorama des Lebens in der DDR und im frisch wieder vereinigten Deutschland. Im Zentrum stehen Georg, der anfangs noch hofft, seinen Staat mithilfe von ersten Computern und Kybernetik vorwärtszubringen, und die Künstlerin Mona. Um sie herum entwickelt sich ein reiches Ensemble an Figuren: der illusionslose Intellektuelle Roland, der in den Westen flieht; Marlies, die versucht, das System von innen zu reformieren, sowie die Künstlerfreunde Monas. Alle treffen sich in einem Dorf in der Nähe von Wandlitz, wo bald seltsame geheime Bautätigkeiten beginnen.
Mit stiller Wucht schreibt Peggy Mädler über das Flirren zwischen Halt und Auflösung – über Nähe und Entfremdung, Anpassung und Resilienz. Ein Roman über das Ringen um Nähe, um Liebe, Loyalität und Freundschaft im Schatten staatlicher Kontrolle und zugleich ein bestechendes Porträt von der Kraft und Zerbrechlichkeit menschlicher Bindungen, dem Enthusiasmus des Neuanfangs und dem Verlust von Illusionen.
Mit „Selbstregulierung des Herzens“ hat Peggy Mädler ein Werk geschaffen, das tief in die Vergangenheit reicht, aber höchst aktuell ist, und nach dessen Lektüre man besser versteht, warum die Wiedervereinigung Deutschlands ein Prozess ist, der noch längst nicht abgeschlossen ist.

Foto: Wenke Seemann
Über die Autorin
Peggy Mädler, 1976 in Dresden geboren, hat Theater-, Kultur- und Erziehungswissenschaft studiert und in Kulturwissenschaften promoviert. Als freie Autorin und Dramaturgin arbeitet sie bundesweit mit verschiedenen Theatern, Regisseur*innen und Performancegruppen zusammen. 2011 erschien ihr erster Roman „Legende vom Glück des Menschen“, für “Wohin wir gehen“ (2019) erhielt sie den Fontane-Literaturpreis der Fontanestadt Neuruppin und des Landes Brandenburg. 2024 erschien das Buch “Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“, welches sie gemeinsam mit Annett Gröschne und Wenke Seemann geschrieben hat.
Peggy Mädler – Selbstregulierung des Herzens: Lesung am 18. März 2026 um 19.30 Uhr im Kultur: Haus Dacheröden. Tickets sowie weitere Informationen sind zu finden unter https://www.herbstlese.de!
Text: PM Herbstlese Erfurt e.V. / Galiani Berlin












































